Unterrichtsmaterialien zu deutschsprachigen Zeitzeugeninterviews

Über das USC Shoah Foundation Institute

Infolge seiner Erfahrungen bei der Entstehung des Films „Schindlers Liste“ gründete Steven Spielberg im Jahr 1994 die Survivors of the Shoah Visual History Foundation, mit dem Ziel, eine Sammlung von Interviews mit Überlebenden und anderen Zeugen des Holocaust zu schaffen. Die Stiftung befragte jüdische Überlebende und Zeitzeugen mit anderem Verfolgungshintergrund - Sinti und Roma, Zeugen Jehovas, Homosexuelle, politische Gefangene und Opfer der „Euthanasie“. Auch Helfer und Retter, Befreier und an Kriegverbrecherprozessen Beteiligte wurden interviewt. Zwischen 1994 und 2014 trug die Stiftung rund 53.000 Zeitzeugeninterviews aus 61 Ländern in 39 Sprachen zusammen und ist heute eines der größten digitalen Videoarchive der Welt.

Das Visual History Archive beinhaltet 941 Zeitzeugeninterviews in deutscher Sprache.

Derzeit ist das gesamte Archiv mit über 53.000 Zeitzeugeninterviews an 50 Institutionen weltweit zugänglich, unter anderem an der Freien Universität Berlin. Zudem sind kleinere Sammlungen von Interviews an mehr als 201 Orten in 34 Ländern öffentlich zugänglich. Klicken Sie hier, um einen Standort in Ihrer Nähe zu finden.

Im Jahr 2006 wurde die Survivors of the Shoah Visual History Foundation Teil der University of Southern California und heißt jetzt Shoah Foundation Institute for Visual History and Education. Die Namensänderung verweist auch auf den erweiterten Auftrag des Instituts: Ziel ist das Überwinden von Vorurteil und Intoleranz – und das Leid, welches sie verursachen –durch den pädagogischen Einsatz der Zeitzeugenberichte des Instituts.

Das Institut verfügt über ein weltweites Netz von Partnerschaften, um der Öffentlichkeit den Zugang zum Archiv zu gewährleisten, die Forschung in verschiedenen Fachbereichen zu fördern und auf den Zeitzeugeninterviews aufbauendes Unterrichtsmaterial zu entwickeln. Das Institut erreicht heute Lehrende, Studierende, Forschende und Wissenschaftler weltweit.

Unterrichtsmaterial in deutscher Sprache

Die Existenz der Stadt geht mindestens auf das 12. Jahrhundert zurück. Im Zuge der Teilung Polens im Jahr 1772 wurde die Stadt in die österreichische Habsburgermonarchie integriert und erst nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wieder ein Teil Polens. In dieser Zeit wurde Oświęcim zu einem Industriezentrum und einem wichtigen Eisenbahnknotenpunkt. Im Jahr 1921 lebten in Oświęcim 4.950 Juden, wobei die Anzahl bis zu dem Beginn des Zweiten Weltkrieges auf 8.000 anstieg, wodurch zu dieser Zeit mehr als die Hälfte der Bevölkerung Oświęcims jüdisch war. Direkt nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde Oświęcim von deutschen Truppen okkupiert und im Oktober 1939 an das Großdeutsche Reich angeschlossen.